Die sizilianische Stadt die das mächtige Athen besiegte

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SyrakusSyrakus (oder Siracusa) war die wichtigste Stadt von Magna Graecia. 413 n. Chr. besiegte sie die mächtigen Athener und war die Heimat vieler großer Griechen, einschließlich des einzigartigen Archimedes. In ihrer wirtschaftlichen, politischen und militärischen Blütezeit zählte die Stadt 300.000 Einwohner und war laut Cicero „die größte griechische Stadt sowie die schönste aller Städte“.

Für alle Besucher Siziliens ist Syrakus ein Muss. Obwohl die Stadt relativ einfach in einem Tag besichtigt werden kann, verdient sie es, dass man sich dort etwas länger verweilt. Ein Besuch kann in zwei einfache Etappen geteilt werden: die archäologische Stätte und die Insel Ortygia.

Die archäologische Stätte

Die archäologische Stätte befindet sich im Nordwesten der Stadt und umfasst eine überwältigende Anzahl von gut erhaltenen griechischen (und römischen) Relikten. Die Hauptattraktion ist zweifellos das griechische Theater, das mindestens bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht. Die Sitzstufen zählen zu den größten jemals gebauten: die 59 Reihen konnten bis zu 15.000 Zuschauer aufnehmen. Das Theater wird noch immer für ein jährliches griechisches Theaterfestival von Mitte Mai bis Ende Juni genutzt.

Direkt über dem Grat beim Theater befinden sich die alten Steinbrüche (Latomien). Obwohl es dort heutzutage eine entzückende, wohlriechende Zitronenplantage gibt, diente der Steinbruch früher einem anderen, überaus finsterem Zweck: 7.000 Athener Kriegsgefangene wurden hier nach der sizilianischen Expedition von 413 gefangengehalten. Von großem Interesse ist das „Ohr des Dionysos“, ein 20m hoher, schlanker Bogen, der 65m tief in den Fels gehauen ist. Caravaggio gab ihm bei seinem Besuch 1608 seinen Namen und der Legende nach diente er dem Tyrannen Dionysos als Gefängnis für seine erbittersten Feinde. Die hervorragende kathedralartige Akustik bedeutete, dass er von außen ihre Gespräche mitverfolgen konnte.

Das im 3. Jahrhundert n. Chr. erbaute römische Amphitheater ist ebenfalls sehr beeindruckend. Mit einer Länge von 140m ist es eines der größten überhaupt. Es hatte jedoch eine völlig andere Funktion als die griechische Version. Hier wurden traditionelle Zirkusdarbietungen angeboten, mit Gladiatoren und wilden Tieren, die markerschütternde gewalttätige Spektakel anboten. In der Mitte befindet sich ein rechteckiges Loch, dessen Zweck wie folgt angenommen wird: entweder bot es Platz für große Kulissen und Ausrüstungen oder es diente als Abfluss für Blut und Eingeweide!

Das Archäologische Museum ist nur ein Katzensprung vom archäologischen Park (in der Via Teocrito) entfernt und enthält eine große Sammlung an Ausstellungsstücken aus der gesamten Syrakuszeit.

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Landkarte von Syrakus | Think Sicily

Die Insel Ortygia - das Herzstück von Syrakus


Am Besten schlendert man einfach herum, um sich die Insel Ortygia anzuschauen. Sich zu verirren ist schwierig (sie ist nur 1 km x 500 m groß), aber die Insel zeugt von über 2.500 Jahren Geschichte. Die Baustile unterscheiden sich stark; sie umfassen griechische und römische Ruinen, mittelalterliche normannische Gebäude und ziemlich viel (relativ) dezenten Barock. Es gibt eine Fülle an Restaurants, Trattorias und Bars und es ist besonders schön, wenn man am späten Nachmittag auf der westlichen Seite sitzt und sich bei der Aussicht auf die Lagune durch die Sonne erwärmen lässt.

Nach der Überquerung der Brücke vom Festland aus haben Sie drei Möglichkeiten: Sie biegen rechts ab, gehen entlang des westlichen Teils und biegen dann links in den östlichen Teil oder Sie gehen direkt ins Zentrum.

Der historische Höhepunkt der westlichen Seite ist der Brunnen von Arethusa. Der Legende nach floh die arkadische Nixe Arethusa unter Wasser nach Syrakus, in der Hoffnung, den hartnäckigen verliebten Annäherungsversuchen des Flussgottes Alpheios zu entkommen. Die Göttin Artemis verwandelte sie in die Frischwasserquelle, die wir heute noch besichtigen können. Dies war jedoch alles vergeblich, da Alpheios seine Beute fand und sein eigenes Gewässer mit ihrem vermischte. Der Legende nach ist die Quelle direkt unter dem Meer mit dem Fluss der Zufluchtsstätte von Olympia verbunden. 

Wenn Sie weiterhin geradeaus gehen, werden Sie zuerst zu den Überresten des Apollo-Tempels kommen, der im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde und angeblich der erste große Dorische Tempel seiner Art auf Sizilien war. Weiter dem Corso Matteotti entlang gelangen Sie zur Piazza Archimede, der nach dem bekanntesten Sohn der Stadt benannt wurde.

Von hier startet ein kurzer Spaziergang zum wirklichen Zentrum von Ortygia, dem Piazzo del Duomo. Dieser liebliche autofreie Platz beherbergt eine herrliche Kathedrale, die an der Stelle des antiken Tempels von Athena erbaut wurde, wie es anhand der originalen Dorischen Säulen, die in der Hauptstruktur des Gebäudes eingebaut wurden, erkennbar ist. Ebenso liegt der schöne symmetrische Barockpalast Beneventano und die Kirche von Santa Lucia, der Schutzheiligen der Stadt, an diesem Platz.

Biegt man beim Inseleingang links ab, so kommt man sofort zum farbigen morgendlichen Straßenmarkt, der eine hervorragende Auswahl an Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch anbietet. Am Ende des Marktes befindet sich ein absolutes Muss für Gourmets: eine rare Delikatesse von hochrangiger Qualität namens „I Sapori dei Gusti Smarriti“ (die Aromen der verlorenen Geschmäcker). Hier finden Sie verschiedene Käse, Schinken und Fleischwaren von bester Qualität, welche sie oftmals nicht außerhalb Siziliens finden werden.Es gibt eine vorzügliche Auswahl an Weinen, Gewürzen, sonnengetrockneten Tomaten und anderen sizilianischen Delikatessen, die von den Ladenbesitzern in ihrem „Labor“ ausgetüftelt werden.

Wenn Sie von hier um die östliche Stadtgrenze von Syrakus schlendern, finden Sie ein Labyrinth an Straßen vor, die schließlich am südlichen Ende der Insel und beim unerreichbaren Castello Maniace, einer wirklichen Festung, die 1239 von Friedrich II. erbaut wurde, enden.

Eine andere Sehenswürdigkeit auf Ortygia ist die byzantinische Moschee (jüdischen Bäder) unter dem Hotel alla Giudecca.

Wie bereits erwähnt, ist die beste Art, Ortygia zu besuchen, ganz einfach der eigenen Nase zu folgen und die Atmosphäre aufzusaugen.

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Nicht zu verpassenAm Ende des Marktes, auf der Piazza Battisti Cesare, liegt ein Muss für alle Gourmets das Delikatessengeschäft „I Sapori dei Gusti Smarriti“.: Kaufen Sie hier für den Rest Ihres Aufenthalts Ihren Vorrat an Käse, Schinken, Fleischwaren, Eingemachtem und Knabbereien.  

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