Modica, Heimat der sizilianischen Azteken-Schokolade und vieler anderer Dinge...

STÄDTE UND GEMEINDEN AUF SIZILIEN

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ModicaAutofahrer aufgepasst! Ungefähr 15 km außerhalb von Ragusa überquert die SS115 die 300 Meter hohe Guerrieri-Brücke. Es ist gut möglich, dass Sie einen Laut der Überraschung von Ihren Mitfahrern hören. Dies ist aber kein Grund zur Sorge. Es ist nur so, dass diese einen Blick auf Modica erhaschten, das tief in der Talsohle der Schlucht, über die Sie fahren, eingebettet liegt. Sollten Sie keinen Besuch von Modica geplant haben, denn ändern Sie Ihre Pläne!

Modica wurde wie die anderen Städte im Noto-Tal bei dem Erdbeben von 1693 schwer verwüstet und größtenteils im sizilianischen Barockstil wieder aufgebaut. Es ist in zwei Teile gegliedert: das „obere“ Modica und das „untere“ Modica, die beide mit einer Vielzahl an Stufen verbunden sind. Palazzi und Häuser erklimmen vom Talboden her und es sieht aus, als wären sie übereinander gestapelt. Herrliche Kirchen mit ihren inspirierenden Kuppeln, Kirchtürmen und verschachtelten Fassaden durchbrechen die roten Ziegeldächer und der Gesamteindruck ist einer von absoluter Schönheit.

Das Hauptprunkstück ist zweifellos die schöne Kirche San Giorio, obschon das „Castello dei Conti“, das die Stadt von einem Felsvorsprung überblickt, auch äußerst beeindruckend ist.

Modica hat, wie so viele sizilianische Städte auch, eine lange und abwechslungsreiche Geschichte, die vom Hin und Her der sich abwechselnden Eroberern gekennzeichnet ist.

Sie wurde 1296 berühmt, als Friedrich II. von Aragon (nicht zu verwechseln mit Friedrich II. „Stupor Mundi“) die „Grafschaft Modica“, eine Art „Staat im Staat“, die ursprünglich von Mandfredi I Chiaramonte verwaltet wurde, gründete.

Die Machtbasis und das administrative Zentrum lag in Modica und die anderen Städte, die unter der Gerichtsbarkeit des Grafen von Modica standen, waren unter anderem Scicli, Ispica, Ragusa, Chiaramonte Gulfi, Comiso, Giarratana, Monterosso Almo und Biscari. Dieser Sonderstatus wurde 1812 widerrufen und die Stadt ist seither Teil der Provinz Ragsua.

Modica ist die Hüterin der 400-jährigen Tradition der Schokoladenherstellung auf Sizilien. Da Sizilien für viele Jahre unter spanischer Herrschaft lag, war die Insel die erste Anlaufstelle für Lebensmittel, die neu von Südamerika nach Europa geschifft wurden. Kakao war eines davon und heutzutage ist Modica noch immer auf die Herstellung von Schokolade-Granulat, das oft mit Chili, Zimt oder Vanille, basierend auf den aztekischen Methoden und Rezepten, angereichert wird, spezialisiert. Schokoladeläden sind im Überfluss vorhanden und für die wirklich schokoladesüchtigen Besucher ist es manchmal sogar möglich, den „Chocolatiers” bei der Arbeit zuzusehen. 

Gleich außerhalb der Stadt liegen die herrlichen und relativ ruhigen (ausgenommen im August) Strände von Marina di Modica und Sampieri.

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*Da das Datum des Festes jedes Jahr wechselt, ist es empfehlenswert, dieses vorher zu prüfen.

Modica und ihre himmlischen Sehenswürdigkeiten - Artikel in der Financial Times >>

 

Nicht zu verpassenSchokoladeläden sind im Überfluss vorhanden und für die wirklich schokoladesüchtigen Besucher ist es manchmal sogar möglich, den „Chocolatiers” bei der Arbeit zuzusehen.  Der vielleicht beste, und mit Sicherheit älteste Schokoladeladen auf Sizilien ist die Antica Pasticceria Bonaiuto in der Corso Umberto I, 159. Und falls dies nicht genug ist, besuchen Sie Modica im April* und nehmen Sie teil am Willy Wonka-mäßigen Eurochocolate Festival! 

*Da das Datum des Festes jedes Jahr wechselt, ist es empfehlenswert, dieses vorher zu prüfen.

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