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Erkunden Sie die Stadt Mazara del Vallo, Sizilien

DER WOHNORT DES TANZENDEN SATYR

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Mit der größten Fischereiflotte in Italien, einem im Meer gefangenen, weltberühmten tanzenden Satyr, einem labyrinthartigen nordafrikanischen Kasbah in der Stadtmitte und reizvoller Architektur bietet Mazara del Vallo eine faszinierende Mischung aus Kultur, Geschichte, ethnischer Zugehörigkeit und Kunst.

Mazara del Vallo (bis zum Zweiten Weltkrieg Mazzara geschrieben) wurde im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet, die die Stadt als strategisches Emporium für ihre transmediterranen Handelsaktivitäten benutzten. Eingebunden in die vertrauten Gezeiten der Geschichte Siziliens wurde Mazara bald Teil der Magna Graecia, als sie als Hafen für das naheliegende Selinunt und dann für die Römer diente, wo während deren Herrschaft im 3. Jahrhundert v. Chr. der berühmteste Sohn der Stadt, San Vito, geboren wurde. Nach einem Leben voller Wundertaten, einschließlich der Heilung des unter Epilepsie leidenden Sohns des Diokletian, wurde San Vito 303 v. Chr. vom gleichen undankbaren Herrscher gemartert.

Es war jedoch unter der Herrschaft der Araber, die 827 an die Macht kamen, dass Mazaras Potenzial vollkommen umgesetzt wurde.

Unter ihrer Herrschaft gewann die Stadt an Wichtigkeit, übertroffen nur von Palermo.

Auch heute noch durchziehen maghrebinische Einflüsse die Straßen der Stadt, vor allem auch im historischen Kasbah Viertel, wo ca. 3000 Tunesier (größtenteils) leben, arbeiten und studieren. Die Araber entwickelten die traditionellen maritimen und kommerziellen Aktivitäten Mazaras, machten sie aber auch zu einem wichtigen administrativen, kulturellen und juristischen Zentrum..

Und nach den Arabern? Natürlich die Normannen! Sie kamen 1027 unter der Führung von König Roger I. Auf dem Standplatz der Moschee wurde eine Kathedrale errichtet, und schon bald folgten viele weitere Kirchen: die 1124 erbaute Chiesa di San Nicolò Regale und die Chiesa della Madonna delle Giummare im 11. Jahrhundert. Während seiner Recherchen um sein berühmtes Buch über Roger, in Auftrag gegeben vom normannischen König Roger II., besuchte der große Forscher, Reisende, Geograf und Kartograf al-Idrisi Mazara und bezeichnete sie als „eine grandiose und erhabene Stadt“.

Nach der Herrschaft des Kaisers Friedrich II. '(„Stupor Mundi“) verfiel Mazara del Vallo langsam und geriet in provinzielle Anonymität. Ohne viel Aufsehen durchlief sie alle Prüfungen und Drangsale der aragonesischen, bourbonischen und Habsburger Herrscher, bis sie letztendlich 1860 von Garibaldi „befreit“ und in das neue vereinte Italien einbezogen wurde.

Das nächste wirklich große Ereignis in der Geschichte von Mazara del Vallo trug sich am 4. März 1998 zu. Kapitän Francesco Adragna und seine Mannschaft begaben sich auf ihre übliche Nachtfahrt zu ihren bevorzugten Fischgründen vor der Westküste Siziliens. Alles verlief normal und der Fang war zufriedenstellend. Dann aber, als eines der Netze eingeholt wurde, erlebte die Mannschaft die Überraschung ihres Lebens: aus dem Meer tauchte, Kopf zuoberst, die erstaunliche, über 2 Meter große Bronzestatue eines tanzenden Satyrs auf. Erstaunlicher als dies war jedoch, dass Kapitän Adragna nur einige Monate zuvor ein Bronzebein gefischt hatte, das, wie sich später herausstellte, zu eben dieser Staute gehörte.

Der tanzende Satyr ist ein großartiges Kunstwerk, voller Lebenskraft, Freude und Bewegung. Sein Kopf ist in bacchantischem Entzücken zurückgeworfen, die ziegenähnlichen Ohren begrenzen den Schwung seiner wallenden Locken und die Augen, bemerkenswert unversehrt, sind durchdringend und etwas wild. Sein perfekter Rumpf ist mitten im Sprung nach vorne gebeugt, balanciert auf einer runden Gesäßbacke und einem abgehobenen Bein. Wenig ist bekannt über die genaue Herkunft der Statue oder den Zeitpunkt ihrer Herstellung, viele Experten glauben jedoch, dass sie auf die Zeit zwischen dem 4. und 1. Jahrhundert v. Chr. zurückdatiert.

Nach fünfjähriger Restauration wurde der tanzende Satyr einige Monate lang im Palazzo Montecitorio, Heim des italienischen Parlaments in Rom, ausgestellt. Seither ist die Statue, wenn sie sich nicht gerade auf Tour befindet (sie war Ehrengast im Nationalmuseum in Tokyo, im Louvre in Paris und 2012 Teil der Bronzeausstellung der Royal Academy of Arts in London), im Museo della Satira Danzante in der Stadtmitte von Mazara del Vallo zu sehen.

Abgesehen vom tanzenden Satyr hat Mazara del Vallo viel für einen ausgezeichneten Tagesausflug zu bieten. Ihr altes Stadtzentrum entlang dem Ufer des Mazaro bietet viele Sehenswürdigkeiten, darunter eine Vielzahl an Kirchen, die wunderschöne Piazza delle Repubblica mit ihrer Kathedrale und dem Bischofspalast aus dem spanischen Barock, einen faszinierenden, geschäftigen Fischereihafen und, dank der zahlreichen tunesischen Einwohner, ausgezeichneten Couscous mit Fisch!

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