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Die atemberaubende normannische Kathedrale von Monreale, Sizilien, Italien

STÄDTE UND GEMEINDEN AUF SIZILIEN

Monreale, mit ihrem Panoramablick von der Hügelspitze aus über Palermo, und die Conca D’Oro, wäre eine ziemlich gewöhnliche Stadt, wäre es nicht für einen der weltweit überwältigendsten architektonischen Schätze: den Dom.

Die Geschichte der Entstehung dieser herrlichen Kathedrale datiert zurück ins Jahr 831 als die Araber die Macht über Palermo übernahmen. Sie transformierten die Kathedrale in eine Moschee und verbannten den Bischof von Palermo aus der Stadt. Der Bischof wagte sich jedoch nicht zu weit weg von seiner geliebten Kathedrale und er ließ sich in einem kleinen Dorf in den Hügeln über Palermo nieder, dem Standort des heutigen Monreale. Dort erbaute er eine bescheidene Kirche zur Erhaltung des Gottesdienstes für die regionalen Christen.

240 Jahre später, im Jahr 1072, verdrängten die Normannen die Araber aus Sizilien, machten Palermo zu ihrer Hauptstadt und weihten die Kathedrale erneut ein.

König Wilhelm II. gab 1074 aus Frömmigkeit, Danksagung und zum Gedenken an den verbannten Bischof den Bau der neuen Kirche in Monreale in Auftrag, die der Jungfrau Maria gewidmet wurde (eines der Mosaiken stellt die Übergabe der Kirche von König Wilhelm II. an die Madonna dar). Bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1182 erhob Papst Lucius III. die prächtige Kirche zum Status einer Kathedrale.

Vorurteilsfrei, tolerant und die vielen Aspekte der Kunst und Kultur aus Nordafrika und Nahost schätzend, stellte Wilhelm II. die besten arabischen und byzantinischen (sowie normannischen) Handwerksleute für die Arbeit an der Kathedrale an. Das Resultat ist die großartige und faszinierende Vermischung von Architekturstilen, künstlerischen Traditionen und religiöser Symbolik.

Die asymmetrische, von zwei Wehrtürmen flankierte Fassade gibt wenig Hinweise zur Pracht des Inneren der Kathedrale.

Der mit geometrischen Mustern und orientalischen Mosaik-Einlagen verzierte Marmorboden bildet die Unterlage und zwei Reihen von karthagischen Granitkapitellen tragen das weite, erhabene Mittelschiff aus Holz. Lanzettbögen schwingen von Säule zu Säule und ziehen das Auge zum Fenstergeschoss und dessen atemberaubende Kunstdarstellungen: über 6.500 m² Goldgrund-Mosaike, die biblische Szenen und die Heiligen, Könige und Engel darstellen, die alle von vergoldeten Motiven und üppigen Dekorationsmustern durchzogen sind. Diese güldenen Schönheiten ziehen sich von Bogen zu Bogen und gipfeln im Ostende in dem aus drei Apsiden bestehenden Chorschiff. In der Hauptapsis thront von hoch oben eine immense Darstellung von Christus als Pantokrator.

Auf der äußeren Südseite der Kathedrale befindet sich ein weiteres künstlerisches und architektonisches Meisterwerk: der Kreuzgang. Im Jahr 1200 als Teil des der Kathedrale zugehörenden Benediktinerklosters gebaut, besteht der Kreuzgang aus 108 Doppelsäulen aus Marmor, einer gedeckten arabischen Arkade und einem quadratischen Brunnenhof.

Jedes zweite Paar Doppelsäulen ist mit einem einzigartigen Mosaikmuster verziert (keine zwei sind gleich) und jede Säule ist oben mit einem floralen Kapitell abgeschlossen. Der Gesamteindruck ist nicht einer von perfekter Symmetrie - aber einer von absoluter Perfektion!

Die wahre Schönheit liegt jedoch darin, dass Sie sich als Besucher zwar bewusst sind, dass Sie in den Kreuzgängen einer europäischen Kirche wandeln, es aber ebenso gut der Innengarten eines Herrenhauses im Damaskus oder im Kairo der Vergangenheit sein könnte!

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