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Kaktusfeigen

DIE BELIEBTESTE HERBSTFRUCHT AUF SIZILIEN?

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Als Kolumbus 1492 rein zufällig Amerika entdeckte, befand sich Sizilien unter spanischer Herrschaft. Daher gehörte die Insel zu den ersten Anlaufsorten in Europa, die die ungeheuren Schätze in Empfang nehmen konnten, die nun über den Atlantik gen Westen befördert wurden.

Dieser Zustrom von Reichtümern aus Nord-, Mittel- und Südamerika beinhaltete u. a. eine absonderliche und wundersame Vielfalt an Lebensmitteln, die schon bald zu den Grundnahrungsmitteln in europäischen Vorratskammern zählten. Kartoffeln, Tomaten, Mais, Paprika und Kakao hatten wohl den größten Einfluss auf die Küche des alten Kontinents, viele Sizilianer würden jedoch eine Frucht an die Spitze dieser Liste setzen: die fico d’India oder Kaktusfeige hatte Einzug gehalten.

Niemandem, der je Sizilien besucht hat, kann es entgangen sein, wie weit verbreitet die Kaktusfeige auf der Insel ist. Die flankiert Straßen, unterteilt Felder, gedeiht in Lavaströmen, klammert sich an Felsklippen, ziert private Gärten und Terrassen und inspiriert Töpfer und Künstler gleichermaßen.

Nach Mexiko ist Sizilien der weltweit größte Lieferant von fichi d’India.

In der Mitte und im Osten Siziliens werden Kaktusfeigen in riesigen Plantagen, die sich über etwa 4000 Hektar erstrecken, kultiviert. Nach Mexiko ist Sizilien der weltweit größte Lieferant von fichi d’India und ca. 90 % aller in der Europäischen Union angebauten Feigen kommen von der Insel.

In den Sommermonaten werden die Bäume zuerst von den Blüten und dann von den Früchten fichi d'India befreit, in einem Prozess, der scozzolatura genannt wird. Dieses Beschneiden ermöglicht eine zweite Ernte größerer, saftigerer Kaktusfeigen, welche die Sizilianer in uriger Übertreibung als bastardoni oder Riesenbastard bezeichnen.

Mitte September werden die Bastardoni auf Märkten und an improvisierten Ständen an Straßenecken angeboten und von Verkäufern feil gehalten, die die dornige Schale meisterhaft entfernen, sodass Kunden die köstliche Frucht sogleich genießen können. Restaurants bieten einen ähnlichen Service, gehen aber einen Schritt weiter, indem sie ihre Gäste mit Teller sowie Messer und Gabel versorgen.

Ungeschält sind sizilianische Kaktusfeigen in drei Farben erhältlich - apfelweiß, rubinrot und orangerot. Das Fruchtfleisch ist saftig und süß und enthält viele Samenkörner, die die Einheimischen bedenkenlos mitessen. Überschüssige fichi d’India werden zu Marmelade, Saft, Würzsoße, Likör und sogar Hautpflegeprodukte verarbeitet – die ätherischen Öle der Samen der Frucht sind hochbegehrt.

Kaktusfreigen sind jedoch nicht nur gut für die Haut. Im Hinblick auf die Ernährung haben sie zahlreiche Vorteile, u. a. einen geringen Kaloriengehalt und eine hohe Konzentration an Vitamin C, Magnesium und Ballaststoffen. Es ist auch erwiesen, dass Kaktusfeigen starke entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften haben, zwei Aspekte, warum Sizilianer sie für das perfekte Mittel gegen Kater halten.

Wenn Sie also das nächste Mal Sizilien besuchen und Ihnen jemand einen Riesenbastard anbietet, greifen Sie unbedingt zu!

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