Die Römer auf Sizilien, und die "Plünderung Siziliens"

DIE GESCHICHTE SIZILIENS

Die Plünderung Siziliens durch die Römer

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Rom herrschte während sechs Jahrhunderten über Sizilien (von 211 v.Chr. bis 440 n.Chr.). In dieser Zeit wurde die größte Mittelmeerinsel hauptsächlich als wichtige Nahrungsquelle erachtet und wurde der „Brotkorb Roms“ genannt.

Zwei Quästuren wurden zum Regieren der Insel aufgesetzt, eine in Syrakus und eine in Lilybaeum (heute Marsala).

Die Sizilianer konnten mehr oder weniger ihren eigenen Geschäften nachgehen (solange sie die Steuern bezahlten) und die Insel florierte unter der Stabilität Roms.

Es gab nur wenige Versuche, die hauptsächlich griechische Kultur zu ändern und für 150 Jahre herrschte relative Ruhe.

73 v. Chr. änderte sich dies aber mit der Ernennung von Gaius Licinius Verres zum Gouverneur. Seine Vergangenheit als korrupter Herrscher geht auf seine Zeit in den asiatischen Stützpunkten des römischen Reichs zurück, wo er systematisch Dörfer und Städte plünderte.

Bei seiner Rückkehr nach Rom beschwor er gegen seinen kriminellen Mentor, den Gouverneur von Cilicia, Gnaeus Dolabella, und schaffte es nicht nur, einer Verurteilung zu entgehen, sondern er gewann die Wahlen und wurde Prätor von Rom. Nachdem Verres während ein paar Jahren politische Verbindungen mit einigen der mächtigsten aristokratischen Senatoren geknüpft hatte, wurde er zum Gouverneur von Sizilien ernannt.

Er verschwendete keine Zeit und zögerte nicht mit dem Einführen seiner korrupten Machenschaften und erhöhte sofort die Steuern. Danach ging er buchstäblich auf einen Raubzug auf ganz Sizilien; er plünderte Tempel, private Villen und öffentliche Monumente. Er schloss lukrative Beziehungen zu berüchtigten Piraten und sobald sich ihm jemand in den Weg zu stellen wagte, auch wenn es ein römischer Bürger war, waren die Folgen meist fatal. Ein der Spionage bezichtigter römischer Bürger wurde sogar am Hafen von Messina gekreuzigt. Andere Betrügereien beinhalteten die Verhaftung der wichtigsten Sklaven von reichen sizilianischen Großgrundbesitzern unter Scheinbelastungen, die mit der Todesstrafe vergolten wurden. Es war aber möglich, diese Belastungen gegen Bezahlung horrender Freilassungsgelder zurückziehen zu lassen.

Letztendlich hielten die Sizilianer diese persönliche Unterdrückung und religiösen Entweihungen nicht länger aus und eine Gruppe wurde in der Hoffnung nach Rom gesandt, Verres vor ein Gericht zu bringen. Zuerst klopften sie an die Tür von Hortensius, dem bekanntesten und erfolgreichsten Anwalt in Rom, aber dieser war ein enger Verbündeter Verres. Die nächste Anlaufstelle war Marcus Tullius Cicero, damals ein aufstrebender Senator. Er nahm den Fall an und sein Sieg machte ihn allgemein bekannt. Cicero war für die konservativen römischen Adligen zu einem gefährlichen Rivalen geworden.

Eine grandiose Erzählung dieses größtenteils auf historischen Fakten beruhenden Vorfalls findet sich im Roman Imperiumvon Robert Harris.

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