So besiegte Syrakus das mächtige Athen

DIE GESCHICHTE SIZILIENS

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Syrakus war seit jeher die wichtigste und mächtigste griechische Stadt auf Sizilien und 413 v. Chr. wurde es die einflussreichste Stadt im gesamten Mittelmeerraum.

Das kriegerische Athen hatte sein Auge seit längerem auf das westliche Mittelmeer gerichtet und Syrakus - und Sizilien im Allgemeinen - war ihnen bekannt. Herodot widmete sich diesem Thema ausführlich in seinen Geschichten.

Es bestand aber ein kleines Problem: Süditalien und Sizilien waren das Gebiet der Korinther und Spartaner (Syrakus selber wurde von den Korinthern gegründet). Nachdem Athen gerade erst mit beiden in Kriege verstrickt gewesen war, wollte es diese nicht erneut unnötig provozieren.

Was es wirklich brauchte, war ein Vorwand und dieser wurde ihm geliefert, als Selinus und Segesta, zwei wichtige Städte Westsiziliens, sich 416 v.Chr. zum wiederholten Mal zerstritten. Segesta bat Athen um Hilfe. Dieses antwortete prompt und entsandte eine große Armee und Flotte unter den drei Feldherren Lamachus, Nikias und Alcibiades. Der Feldzug war jedoch dem Untergang geweiht.

Zuerst lief alles nach Plan, aber gerade als die Vorbereitungen zur Belagerung von Syrakus anliefen, wurde Alcibiades nach Athen zurückgerufen. Die athenische Taktik war, die Stadt von sämtlichem Nachschub abzuschneiden und somit auszuhungern. Die Bewohner von Syrakus jedoch gingen unter der Führung von Hermocrates zum Gegenangriff über und töteten Lamachus. Dies ließ Nikias als alleiniger Feldherr dastehen. Und es kam schlimmer: Die Spartaner und Korinther kamen unter Gyllipus Syrakus zur Hilfe.

Die Athener versuchten verzweifelt, Syrakus am Aufbau der Verteidigungsmauern zu stoppen, aber sie wurden bis zu den drei Festungen bei Plemmyrium zurückgedrängt. Nikias bat in seiner Verzweiflung Athen um Verstärkung, die in den frühen Monaten von 413 v. Chr. auch unter dem Kommando von Demosthenes ankam.

Die Lage der Athener verschlechterte sich aber rasch und nach einigen Flottenverlusten entschieden sich die athenischen Generäle zum Abzug. Doch der Aberglaube kam ins Spiel und Nikias ließ sich von der Mondfinsternis dazu bewegen, den Flottenabzug um eine Nacht zu verschieben. Die Syrakusaner nutzten die Gelegenheit und griffen an. Sie vernichteten die gesamte Flotte Athens. Die athenische Armee flüchtete in Richtung Catania und Naxos, aber viele, es wird gesagt um die 20.000, wurden gefangen genommen. Die Kriegsgefangenen wurden zur Arbeit im Steinbruch von Syrakus verdammt und starben bald.

Während dies nicht das letzte Kapitel in der Geschichte des Peloponnesischen Krieges ist, so bedeutete es doch eine Machtverlagerung und führte zum Sturz von Athen, was zu dem Zusammenbruch des gesamten Reichs 404 v. Chr. führte.

Syrakus sonnte sich in der Zwischenzeit in seinem Ruhm und erfuhr eine politische Umwälzung, in der der Tyrann Dionysius den demokratischen Helden Hermokrates entthronte. Dann erklang die Glocke erneut und es war wieder Krieg angesagt. Diesmal gegen Karthago!

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