Die uralten Salinen zwischen Trapani und Marsala

MALERISCHE LANDSCHAFTEN

Salz und Wasser - die Salzbecken der Westküste

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Heiße afrikanische Winde, lange, sonnendurchflutete Sommertage und seichte Küstengewässer... die perfekten Bedingungen zur Salzproduktion. Zu dieser Schlussfolgerung kamen die Phönizier vor 2.700 Jahren. Dieselben Bedingungen werden auch heute noch in den Salzbecken bei Trapani und Marsala ausgenutzt.

Salz war ein äußerst wichtiger Rohstoff in der Konservierung von Lebensmitteln und die Westküste von Sizilien spielte bald eine entscheidende Rolle im täglichen Leben von Tausenden von Menschen im Mittelmeerraum und in Europa.

Es gibt zwei Hauptproduktionsstätten: eine befindet sich bei Nubia, südlich von Trapani, und eine liegt bei „Stagnone“, der größten Lagune Italiens, nur ein paar Kilometer nördlich von Marsala entfernt. Stagnone ist jetzt ein Naturreservat, das sich über 2.000 Hektar erstreckt und nicht nur die antike Tradition der Salzherstellung pflegt, sondern auch eine große Vielfalt an Wildtieren sowie eine faszinierende Inselgruppe aus vier meist unbewohnten Inseln aufweist: San Pantaleo, Heimat des antiken Mozia, eine der ersten Siedlungen der Phönizier auf Sizilien, Isola Longa, Santa Maria und Schola.

Mit ihrer wahrhaft einzigartigen Landschaft sind die Salzbecken bei Stagnone einen Besuch wert. Die im Mittelalter eingeführten Windmühlen zieren den Horizont. Sie sind Zeugen dafür, wie das Salz früher abgebaut wurde, obwohl ein paar davon noch immer im Einsatz sind und Wasser durch den Schleusekanal aus oder in verschiedene Becken befördern. Berge von gewonnenem Salz liegen unter Terracotta-Ziegeln geschützt zwischen der Straße und den Becken und warten auf ihren Versand.

Die Salzproduktion entlang der Küste erreichte ihren Höhepunkt nach der Vereinigung Italiens im Jahr 1860, als 31 Salzbecken über 100.000 Tonnen Salz pro Jahr produzierten. Das meiste davon wurde nach ganz Europa exportiert, sogar bis nach Norwegen und Russland. Obwohl heutzutage die Nachfrage nachgelassen hat, besteht noch immer ein Nischenmarkt unter Gastronomen, die auf die einzigartigen Qualitäten des Salzes schwören: Es ist 100 % natürlich und enthält eine höhere Konzentration an Kalium und Magnesium gegenüber herkömmlichem Salz, gleichzeitig enthält es aber weniger Natriumchlorid. Das Fehlen einer chemischen Behandlung bedeutet, dass die Spurenelemente erhalten bleiben, was den Geschmack verstärkt. Das Salz ist besonders geeignet für Fischgerichte und kann in vielen spezialisierten Lebensmittelgeschäften gekauft werden.

Am Ufer der Lagune befindet sich auf halbem Weg zwischen Trapani und Marsala ein faszinierendes Salzmuseum. Dieses bietet den Besuchern einen vertieften Einblick in die Entwicklung und jahrtausendalte Nutzung der Salzbecken. Von hier aus können Sie die Fähre auf die phönizische archäologische Stätte von Mozia auf der Insel San Pantaleo nehmen.

Einige Kilometer weiter entfernt im Meer liegen die Ägadischen Inseln. Ein Spaziergang entlang der Salzbecken von Stagnone bei Sonnenuntergang ist ein unvergessliches Erlebnis.

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