Die griechisch-römische archäologische Stätte von Tindari auf Sizilien, Italien

ARCHÄOLOGISCHE STÄTTEN AUF SIZILIEN

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Torrenova in der Nähe des Capo d'OrlandoAuf der Autobahn Palermo-Messina zwischen Capo d'Orlando und Milazzo werden Sie bestimmt eine große Kirche auf einem Felsen hoch über dem Meer sehen. Dies ist die Wallfahrtskirche mit der Schwarzen Madonna in Tindari, für viele Ziel ihrer Pilgerreise, aber auch eine uralte griechische Stadt.

Die archäologische Stätte

Der südliche Teil des Hanges, an dem das altertümliche Tindari erbaut wurde, ist von den ursprünglichen griechischen Schutzmauern umgeben, deren Großteil sich an der dem Meer zugeneigten Seite im Nordwesten befindet.

Hier sind römische Wohnhäuser und Bäder zu sehen, komplett mit wunderschönen Bodenmosaiken und genialen Heizungssystemen.

Unweit von hier befindet sich die Basilica, ein Paradebeispiel für griechisch-römische Architektur, erbaut um eine Reihe von Gewölbebögen, sowie ein gut erhaltenes Theater aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. In den Sommermonaten werden hier neben anderen Theaterveranstaltungen griechische Theaterstücke aufgeführt. Komplett mit spektakulären Aussichten auf das Tyrrhenische Meer, die Liparischen Inseln, eine Sandlagune und die sizilianische Küste ist Tindari mit Sicherheit eine der interessantesten archäologischen Stätten auf Sizilien.

Die Schwarze Madonna 

Die Geschichte der Ankunft der Schwarzen Madonna in Tindari ist der Stoff, aus dem Legenden entstehen. Laut lokaler Erklärung gehört die Statue, die zweifellos byzantinischen Ursprungs ist, zu den zahlreichen Kunstgegenständen, die im 8. und 9. Jahrhundert im Zuge des von Kaiser Leo III. initiierten Ikonoklasmus aus Konstantinopel geschmuggelt wurden. Ein Sturm veranlasste das Schiff, auf dem sich die Schwarze Madonna befand, den Hafen von Tindari anzulaufen, wo die Besatzung ihre Fracht zur Sicherheit in der örtlichen Abtei unterbrachte. Heute befindet sie sich hinter dem Altar und trägt die Inschrift „nigro sum sed formosa“ (Ich bin schwarz, doch schön).

Eine andere Legende der Schwarzen Madonna erzählt, wie ein Pilger, der die Schwarze Madonna mit wenig schmeichelhaften Bemerkungen bedachte, den nicht unerheblichen Zorn der Madonna auf sich zog. Die besagte Dame wandte sich entsetzt um und musste mit ansehen, wie ihr Kind die Klippen hinunter in Richtung Meer stürzte. Als Akt der Barmherzigkeit und Zeichen ihrer unweltlichen Macht ließ die Madonna eine Sandbank aus dem Meer emporsteigen, um den Fall des Kindes abzufangen. Die erklärt die kuriose geografische Formation - aber mehr dazu an späterer Stelle.

Die Geschichte der Stadt

Versteckt an der Nordwestseite des Felsens befinden sich die faszinierenden griechisch-römischen Überreste des altertümlichen Tindari. Die Stadt wurde 396 v. Chr. vom Tyrannen von Syrakus, Dionysius I, gegründet und zählte schon bald zu den wichtigsten griechischen Zentren auf Sizilien. 254 v. Chr. fiel sie unter römische Herrschaft und fungierte viele Jahrhunderte lang als römischer Außenposten. Mit Ankunft des Christentums und der Schwarzen Madonna erhielt sie gewisses religiöses Ansehen, und eine Abtei wurde erbaut. Trotz Gegenwart der berühmten Ikone konnte Tindari die Launen des Schicksals weder vorhersehen noch verhindern: 836 wurde die Stadt von den Arabern zerstört, wiederaufgebaut, dann von Friedrich II. von Aragonien während der Sizilianischen Vesper niedergebrannt, weil sie sich auf die Seite der Angeviner geschlagen hatte, nochmals wiederaufgebaut und letztlich von der plündernden Landplage des Mittelmeers, dem Piraten Barbarossa (Rotbart), gebrandschatzt.

Die Landzunge

Weit unterhalb der archäologischen Stätte und der Wallfahrtskirche liegt die außergewöhnliche „linguetta di sabbia“, eine Sandbank, die sich 1,5km weit ins Meer erstreckt und den destruktiven, nie endenden Einfällen des Tyrrhenischen Meeres trotzt. Deutlich sichtbar auf Satellitenfotos erhebt sich die „Zunge“ an ihrer höchsten Stelle etwa vier Meter aus dem Meer und lässt an ihrer Landseite eine Art Lagune entstehen. Verstreut auf der Oberfläche befinden sich mehrere kleine Seen, ein idealer Lebensraum für eine Vielfalt an Flora und Fauna (die Gegend gilt daher heute als Naturschutzgebiet). Wir empfehlen Ihnen unbedingt, die Landzunge zu besuchen, ob zum Schwimmen oder für einen interessanten Spaziergang.

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Good ThinkingEin atemberaubender Ort für ein Picknick in der Sonne: das Theater hinter Ihnen und die herrliche Aussicht auf das Meer und die Liparischen Inseln vor Ihnen ...

 

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