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Die archäologische Stätte von Filitosa

REISEFÜHRER FÜR KORSIKA

Denken Sie an die Moai, die berühmten Steinstatuen der Osterinsel, und Sie erhalten eine ungefähre Vorstellung davon, was Sie von einem Besuch der faszinierenden megalithischen Stätte Filitosa im Südosten Korsikas erwarten können. Die erst 1948 freigelegte Fundstätte stellt Archäologen wie auch Historiker auch heute noch viele unbeantwortete Fragen hinsichtlich der Vorgeschichte Korsikas.

Bekannt ist, dass Filitosa mehr oder weniger durchgehend seit dem 9. Millennium v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert v. Chr., d.h. bis Korsika unter römische Herrschaft gelangte, bewohnt war. Nachgewiesen wird diese lange Niederlassung durch verschiedene archäologische Funde, die einer schwindelerregenden Anzahl von Epochen zuzuordnen sind: Holzgegenstände aus der Mittelsteinzeit, Feuersteinwerkzeug, Keramik, Megalithen und Schleifsteine aus der Jungsteinzeit wie auch Äxte, gemauerte Türme und geschnitzte Menhirstatuen aus der Bronzezeit (um nur einige zu nennen).

Die bedeutendsten und mysteriösesten Funde sind die 16 aus Granit gehauenen Menhirstatuen, die drei prähistorischen Türme und ein Bereich mit Steinhütten.

Die Menhirstatuen hatten ein Doppelleben. Die ursprünglichen, schlichten Megalithen datieren zurück bis ca. 4000 v. Chr. Ihre Bedeutung ist unergründlich, aber um 1200 v. Chr. erhielten viele ein neues Erscheinungsbild. Menschliche Züge (Gesichter, Schultern, Arme, usw.) und Waffen (Schwerter, Dolche und Helme) wurden in ihre Granitfassaden eingehauen und verwandelten sie in Kriegshelden oder vielleicht Götter. Während der Besichtigung auf diese Statuen zu stoßen, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Die gemauerten Türme und Häuser datieren indessen auf ca. 1200 v. Chr. zurück und enthalten Fragmente zertrümmerter Menhire. Archäologen versuchen nach wie vor, den genauen Zwecks der Türme zu ermitteln. Die meisten sind der Ansicht, dass es sich entweder um einfache Wachtürme, Bollwerk zur Unterbringung von Wertgegenständen oder Erntegut oder Treffpunkte für religiöse Rituale handelt.

Ein 2016 eröffnetes Museum beherbergt eine Vielzahl archäologischer Funde und Informationen über die Ausgrabungsstätte, während eine Brasserie/Bar Erfrischungen für jene anbietet, die bei der Besichtigung Appetit oder Durst bekommen haben.  

Ein Besuch von Filitosa ist auf jeden Fall lohnenswert, nicht nur aufgrund seiner historischen Bedeutung - Kinder sind begeistert von den Menhirstatuen und Erwachsene geraten ins Staunen angesichts des hohen Alters der Fundstücke - sondern auch aufgrund der natürlichen Schönheit des Schauplatzes inmitten der sanften Hügellandschaft des Südostens Korsikas.

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